Kraftwerk Mitte - Kunsthalle Station 8 des Energierundwegs

Kunsthalle

errichtet 1960-1964

Die heutige „Kunsthalle“ entstand als Heizzentrale II. Für den Wiederaufbau der Stadt nach dem 2. Weltkrieg sollte das seit 1928 in Dresden entstandene Heißwasser-Fernwärmenetz großzügig ausgebaut werden. Die bisherige Heizzentrale I war 1945 zum Teil demontiert worden und inzwischen auch weitgehend verschlissen; zudem brauchte es eine Übergangslösung  bis zur Inbetriebnahme des neuen Heizkraftwerks Nossener Brücke, die anfangs für 1964 geplant war.  So begann 1955 die Projektierung dieser neuen Heizzentrale II; ihre Fertigstellung verzögerte sich jedoch bis 1964.

Im Gebäude befanden sich für die Erzeugung des Heißwassers dampfbeheizte Röhrenwärmetauscher, für die Verteilung ins Fernwärmenetz mehrere Heißwasser-Umwälzpumpen mit Turbinen- und Elektro-Antrieb sowie eine Vielzahl von Rohrleitungen und Armaturen. Die Anlagen der Heizzentrale II arbeiteten letztmalig im Mai 1992 und wurden anschließend schrittweise zurückgebaut und verschrottet.