Innovationskraftwerk Dresden-Reick

Im Heizkraftwerk in Dresden-Reick verbindet die DREWAG erstmals an einem Standort sowohl fossile als auch erneuerbare Energieerzeugungsanlagen mit der Speicherung von Wärme und Strom sowie Systemdienstleistungen für das Stromnetz.
 

Batteriespeicher

In Reick betreibt die DREWAG Sachsens ersten kommerziellen Batteriespeicher, der als Primärregelanlage für das öffentliche Stromnetz erprobt wird. Das innovative Modell- und Demonstrationsvorhaben legt den Grundstein für den Ausbau praxisgerechter Batteriespeichersysteme.

Bei zunehmendem Ausbau der volatilen regenerativen Energien soll so die notwendige Regelleistung und die Stabilität der Stromnetze sicher gestellt werden.

Batteriespeicher im Innovationskraftwerk Reick

  • Die Bereitstellung von Regelleistung geschieht bislang vor allem durch konventionelle Kraftwerke, die zum Teil bei eigentlich ausreichend vorhandenem Wind- und Sonnenstrom immer noch am Netz bleiben müssen, um notwendige Regelleistung zur Verfügung zu stellen.
  • Diese sogenannten must-run Kraftwerke können mit Batteriespeichern, welche tatsächlich nur bei Bedarf im Betrieb sind, zukünftig abgelöst werden.
  • Dies verspricht eine deutliche Reduzierung der Einspeisung von zusätzlichem CO2-belastetem Strom aus diesen Kraftwerken.


Was können elektrische Speicher leisten?  

  • Bereitstellung von Netzdienstleistungen (Primär-/Sekundärregelleistung)
  • Verstetigung von Lastgängen
  • Abdeckung von Lastspitzen
  • Begrenzung von Anschlussleistung
  • Quartierspeicher: überschüssige Energie wird gespeichert


Photovoltaikanlage

Photovoltaikanlage Dresden-Reick

  • 4.080 Solarmodule mit einer Gesamtfläche von ca. 5.000 m²
  • mit 6 Wechselrichtern werden aus 813 kW Peak bis zu 600 kW Wechselstrom gewonnen
  • Ausrichtung Ost-West für eine gleichmäßigere über den Tag verteilte Stromproduktion
  • Eigenbedarfsverdrängung des Standortes ohne EEG-Vergütung


Heizkraftwerk Dresden-Reick

Heizkraftwerk Reick

  • Heizwerksstandort seit 1976
  • Umbau und Erweiterungen 1986, 1992, 1996 und 2005
  • Dampferzeuger 2 x 25 t/h mit Abgaswärmeübertrager
  • KWK-Anlage mit Dampfturbosatz und Heizkondensator
  • Heißwassererzeuger: thermische Leistung 2 x 116 MW
  • Brennstoffe: Erdgas/leichtes Heizöl
  • Wärmespeicher mit 40 Behältern und 6.600 m³ Gesamtvolumen

 

Gefördert aus Mitteln der Europäischen UnionEuropäischer Fonds für regionale Entwicklung

 

Das Projekt "Errichtung eines Batteriespeichers mit einer Auslegung für die Vermarktung von 2 MW Primärregelleistung auf Lithium-Ionen-Basis" wurde aus Mitteln der EU gemäß der Richtlinie Energie und Klimaschutz (RL EuK/2007) als Modell- und Demovorhaben Erneuerbare Energien gefördert.