Energiesteuer

Kosten für Erdgas sparen - Energiesteuer

Die Energiesteuer

Die Energiesteuer gehört zu den bundeseinheitlich geregelten Verbrauchssteuern und wird auf Energieerzeugnisse, die als Kraft- und Heizstoffe innerhalb des deutschen Steuergebiets eingesetzt werden, erhoben. Das sind Energieträger fossiler Herkunft (Mineralöle, Erdgas, Flüssiggase, Steinkohle, Braunkohle, Koks und Schmierstoffe) und nachwachsende Energiearten (Pflanzenöle oder Alkohole).

Die Energiesteuer wird von der Zollverwaltung erhoben. Die Einnahmen fließen dem Bund zu. Rechtsgrundlagen sind das Energiesteuergesetz (EnergieStG) sowie die Energiesteuerdurchführungsverordnung (EnergieStV).

Höhe der Energiesteuer

Die Höhe der Energiesteuer ist in § 2 EnergieStG für unterschiedliche Energieerzeugnisse einzeln festgelegt. Energieerzeugnisse, die dort nicht separat aufgeführt werden unterliegen dem Steuersatz für dasjenige Energieerzeugnis, dem sie nach Beschaffenheit und Verwendungszweck am nächsten stehen (§ 2 Abs. 4 EnergieStG).

Auszug, Besteuerung von Erdgas:

 "Reduzierter Regelsteuersatz" bis 31.12.2023

Regulärer Steuersatz ab 01.01.2024

"Heizsteuersatz"*

13,90 €/MWh (netto)
  1,39 ct/kWh (netto)

31,80 €/MWh (netto)
  3,18 ct/kWh (netto)

5,50 €/MWh (netto)
0,55 ct/kWh (netto)

*Steuersatz bei Verwendung von Erdgas zum Heizen, zur Stromerzeugung, in „Begünstigten Anlagen“ (§ 3 EnergieStG)

Steuerentlastungen

Wichtige Steuerentlastungen beinhalten die Regelungen des Energiesteuergesetzes nach

  • § 51 EnergieStG für bestimmte Prozesse und Verfahren,
  • § 53 Abs.1 Nr. 1 EnergieStG für KWK-Anlagen > 2 MW elektr. Nennleistung
  • § 53 Abs. 1 Nr. 2 EnergieStG sowie § 53 EnergieStG für KWK- Anlagen < 2 MW.
  • § 54 EnergieStG für Unternehmen des produzierenden Gewerbes  
  • § 55 EnergieStG als sog. Spitzenausgleich.

Auszug, Steuerentlastungen für Erdgas:

 

Steuerentlastung

Steuerentlastung nach § 54 EnergieStG

1,38 EUR/MWh (0,138 ct/kWh) netto

Steuerentlastung nach § 55 EnergieStG

2,28 EUR/MWh (0,228 ct/kWh) netto


Ein Excel-Berechnungsmodul für die Steuerentlastungen finden Sie auf

Ausführliche Informationen zur Versteuerung, den Entlastungsmöglichkeiten und Befreiungen sowie deren Voraussetzungen finden Sie auf

Des Weiteren finden Sie alle amtlichen Vordrucke und entsprechende Merkblätter im Formularcenter des Zoll.


Spitzenausgleich wird bis 2022 verlängert

Der sog. Spitzenausgleich nach § 10 StromStG und § 55 EnergieStG wurde im Zuge der ökologischen Steuerreform im Jahr 1999 eingeführt. Ziel des Spitzenausgleichs ist es, die internationale Wettbewerbsfähigkeit energieintensiver Unternehmen in Deutschland zu erhalten. Die Europäische Union hatte diese Regelung bis 2022 genehmigt.

Eine Erstattung wird gewährt, soweit das Unternehmen nachweist, dass es im Antragsjahr über ein Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 (Ausg. 2011)- oder Umweltmanagementsystem nach EMAS verfügt.

Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU gemäß der Empfehlung 2003/361/EG der EU-Kommission in der jeweils geltenden Fassung)) sind bestimmte Vereinfachungen geschaffen worden.

Die Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung (SpaEfV) und deren Erläuterungen bestimmen näher, welche Anforderungen im Einzelnen erfüllt sein müssen.

Die DREWAG bietet Ihnen zur Verbesserung Ihrer Energieeffizienz und zur Einführung des Energiemanagementsystems Beratungsdienstleistungen an.