 |
Die Haushaltskunden der DREWAG können für ihren Erdgasverbrauch den Vertrag „Dresdner Gas flexibel“ abschließen. Der typische Jahresverbrauch für ein Einfamilienhaus in Dresden liegt bei rund 23.000 kWh. Im oben genannten Vertrag beträgt der Arbeitspreis inklusive Erdgas- und Umsatzsteuer 6,72 ct/kWh. Der Jahresgrundpreis inklusive der Umsatzsteuer beläuft sich auf
178,56 EUR.
Zur vollständigen Darstellung der einzelnen Bestandteile des Erdgaspreises bietet sich ein Mischpreis aus Jahresgrundpreis und Arbeitspreis an. Für den Mischpreis wird der Jahresgrundpreis auf einen Preis pro Kilowattstunde umgerechnet. Grundlage für den Mischpreis im nachstehenden Beispiel bilden der typische Dresdner Verbrauch von 23.000 kWh pro Jahr und die Preise des Vertrages „Dresdner Gas flexibel“.
Der spezifische Grundpreis errechnet sich aus
|
Jahresgrundpreis |
178,56 |
EUR |
| / |
typischen Verbrauch |
23.000 |
kWh |
= |
spezifischer Grundpreis |
0,78 |
ct/kWh |
Die Summe aus Arbeitspreis und spezifischen Grundpreis ergibt den Mischpreis
|
spezifischer Grundpreis |
0,78 |
ct/kWh |
| / |
Arbeitspreis |
6,72 |
ct/kWh |
= |
Mischpreis |
7,50 |
ct/kWh |
(Preisstand: 01.03.2009)
Der Mischpreis ist hauptsächlich für Einfamilienhäuser repräsentativ. In Mehrfamilienhäusern mit Erdgaszentralheizung fällt der Mischpreis in der Regel niedriger aus, da der Grundpreis auf alle Parteien umgelegt wird.
Zusammensetzung der einzelnen Preise:
Die Zusammensetzung des Gaspreises zum 01.03.2009

Die vorstehende Grafik veranschaulicht den prozentualen Anteil der einzelnen Kostenbestandteile am gesamten Gaspreis. Die Prozentangaben basieren auf der Rückrechnung vom Mischpreis (7,50 ct/kWh).
Bei einem Mischpreis von 7,50 ct/kWh und einem typischen Verbrauch von 23.000 kWh bezahlt ein Dresdner Haushalt im Durchschnitt 1.725 EUR pro Jahr für Erdgas. Die nachfolgende Grafik veranschaulicht anhand der prozentualen Aufteilung, welche Kostenbestandteile in den Jahresgrundpreis bzw. in den Arbeitspreis einfließen.
Zusammensetzung Mischpreis Erdgas (Produkt: Dresdner Gas flexibel) für den typischen Verbrauch von 23.000 kWh/Jahr

Jährliche Entwicklung der Bestandteile des Erdgaspreises:
Die nachstehende Grafik zeigt die Entwicklung der Erdgaspreiskomponenten für einen Haushaltkunden im Heizgas mit einem Jahresverbrauch von 23.000 kWh seit 1998 auf. Die Darstellung veranschaulicht insbesondere den wachsenden Anteil staatlich auferlegter Steuern und Abgaben durch Erhöhungen. Derzeit machen Steuern und Abgaben 23,3% des Endkundenpreises aus.
Komponenten des Erdgaspreises:
Steuern und Abgaben machen derzeit 23,3 % des Endkundenpreises aus.
Gaspreis (Heizgas) Abnahmefall 23.000 kWh/a
und die staatlichen Belastungen

|
Gasbezug, Vertriebs- und |
|
|
Konzessionsabgabe |
|
|
Verwaltungskosten, Netzkosten |
|
|
|
|
|
Erdgassteuer/Energiesteuer |
|
|
Umsatzsteuer |
|
Erdgasbezugskosten DREWAG: |
| |
44,8 % des Endkundenpreises für Erdgas entfallen auf die Einkaufskosten. Unsere Bezugsverträge für Erdgas am Weltmarkt sind an die Preisentwicklung der wichtigsten Konkurrenzenergie Erdöl gebunden, weil Heizöl und Erdgas als Energieträger miteinander im Wettbewerb stehen. Der Zusammenhang zwischen dem Heizölpreis und Erdgas ergibt sich dadurch, dass man mit beidem heizen kann.
Öl gilt damit als Leitwährung für fast alle Energieträger wie z.B. Erdgas, leichtes Heizöl, Kohle oder sogar Holzpellets und steht mit Ihnen daher in Wechselwirkung.
In der Gaswirtschaft hat sich seit dem Markteintritt von Erdgas die Kopplung an den Ölpreis (regelmäßig leichtes Heizöl) und der Begriff Ölpreisbindung etabliert. Im Inland werden dabei üblicherweise die vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Werte verwendet.
Aus der Ölpreisbindung leitet sich für Erdgas eine Preisanpassungsklausel ab, die dem Interesse unserer Kunden und der DREWAG als Lieferanten an einer langfristig sicheren Lieferung gerecht wird. Solche Klauseln sind immer dann notwendig, wenn Lieferverträge auf unbestimmte Zeit abgeschlossen werden.
Mit der Preisanpassungsklausel werden die zu Vertragsbeginn vereinbarten Preise regelmäßig an die sich verändernden Kosten- und Marktverhältnisse angepasst. Die Anpassung erfolgt dabei so, dass sie die allgemeinen Veränderungen dieser Verhältnisse abbildet.
Preisänderungen auf dem Ölmarkt wirken sich aber nicht sofort auf die Gaspreise aus, weil die Ölpreisbindung immer zeitversetzt wirkt.
Wie wirkt der Ölpreis genau? Über ein halbes Jahr wird der Mittelwert des Heizölpreises gebildet. Dieser Mittelwert gibt dann entweder eine Steigerung oder eben auch die Senkung des Gaseinkaufspreises vor. Die Ölpreisbindung wirkt also in beide Richtungen. Und sie beeinflusst den Gaspreis damit nur gedämpft und zeitversetzt.
Eine Alternative zu Lieferverträgen für Erdgas mit der Ölpreisbindung sind Angebote mit einer Laufzeit von bis zu zwei Jahren. Hier bieten wir unseren Kunden an, sich für die Dauer des Vertrages feste Preise sichern und sich von den Schwankungen am Ölmarkt zu lösen.
Die Preisentwicklung des Erdgases in Ländern ohne Ölpreisbindung wie Großbritannien zeigt, dass mit einer dauerhafte Abkopplung von der Entwicklung der Ölpreise nicht zu rechnen ist. |
|
Vertriebs- und Verwaltungskosten DREWAG: |
| |
Verbleibender Teil des Endkundenpreises, der nach Abzug der Steuern und Abgaben sowie der Netzkosten zur Deckung der Vertriebs- und Verwaltungskosten übrig bleibt. |
Netzkosten DREWAG: |
| |
Die Kosten der DREWAG für den Zugang zu den Versorgungsnetzen belaufen sich auf
26,5% des Endkundenpreises.
Mit den Netzzugangsentgelten deckt der Netzbetreiber seine Kosten die für die Errichtung, Instandhaltung und den Betrieb der Netze. Sie setzen sich im Wesentlichen aus den Kapitalkosten für die Leitungsinvestitionen, den Instandhaltungs- und Betriebskosten zusammen. Die Netzzugangsentgelte unterliegen seit Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes im Jahr 2005 der Regulierung durch die Landesregulierungsbehörde.
|
Steuern und Abgaben: |
| |
Energiesteuer
Die Energiesteuer ist im Energiesteuergesetz festgeschrieben. Sie beträgt 0,55 ct/kWh (netto) und wurde zuletzt im Rahmen der Ökologischen Steuerreform im Jahr 2004 angehoben. |
| |
Konzessionsabgabe
Die Konzessionsabgabe ist in der Konzessionsabgabenverordnung (KAV) geregelt. Die Verordnung regelt die Zulässigkeit und Bemessung der Zahlung von Konzessionsabgaben der Energieversorgungsunternehmen an Gemeinden und Landkreise. Konzessionsabgaben sind Entgelte für die Einräumung des Rechts zur Benutzung öffentlicher Verkehrswege für die Verlegung und den Betrieb von Leitungen, die der unmittelbaren Versorgung von Letztverbrauchern im Gemeindegebiet dienen. |
| |
Umsatzsteuer
In Deutschland beträgt die Umsatzsteuer zurzeit 19%. Sie wird auf die Preise aufgeschlagen, die der Endverbraucher zahlt. Sie wird auch auf spezielle Steuern – wie die Energiesteuer - erhoben. |

Zusammensetzung der einzelnen Preise:
|