Was sich kompliziert anhört, ist im Prinzip ganz einfach. Wo gehobelt wird, da fallen Späne. So ist das auch bei der Stromerzeugung – vor allem in einem Kraftwerk ohne Kraft-Wärme-Kopplung. Denn beim Verbrennen von Kohle, Öl oder Erdgas entsteht Wärme. In herkömmlichen Anlagen wird diese Wärme zu 60 Prozent ungenutzt über Kühltürme an die Umwelt abgegeben. Knapp 40 Prozent des eingesetzten Brennstoffs werden so in Strom umgewandelt.
Kraft-Wärme-Kopplung nutzt Ressourcen besser
In unseren Heizkraftwerken hingegen erzeugen wir mit Kraft-Wärme-Kopplung Strom und Wärme gemeinsam. Die bei der Stromproduktion zeitgleich erzeugte Wärme leiten wir in das fast 500 km lange Dresdner Fernwärmenetz, statt über Kühltürme in die Umwelt. So versorgen wir rund 120.000 Haushalte und 5.700 Geschäftsgebäude mit Wärme zum Heizen und zur Warmwasserbereitung. Wie effizient Kraft-Wärme-Kopplung sein kann, zeigt das Beispiel unseres Gasturbinen-Heizkraftwerks an der Nossener Brücke. Ebenfalls 40 Prozent des dort eingesetzten Brennstoffs können wir dank KWK zur Stromproduktion nutzen, weitere 45 Prozent wandeln wir in Fernwärme um. Im Vergleich zur getrennten Erzeugung (Strom in einem Kraftwerk und Wärme in einem Heizkessel) ist der Brennstoffnutzungsgrad nahezu doppelt so hoch.
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| Strom- und Wärmeerzeugung
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Kraft-Wärme-Kopplung hat in Dresden bereits eine mehr als hundertjährige Tradition: Im Dezember 1900 wurde das erste Fernheiz- und Elektrizitätswerk in der Packhofstraße in Betrieb genommen. Fernwärme zu beziehen war zu dieser Zeit ein Privileg: Nur die Hofgebäude des Königs Albert von Sachsen und bedeutsame Staatsbauten wurden mit Wärme aus der Leitung beheizt. Heute versorgt das moderne Gas- und Dampfturbinen-Heizkraftwerk an der Nossener Brücke drei Viertel der DREWAG-Kunden mit Strom – und liefert dank KWK mit einer Wärmeleistung von 480 MW zusätzlich Wärme.
KWK-Technik ist vielseitig einsetzbar
Eine vielseitige Technik wie Kraft-Wärme-Kopplung kommt nicht nur in großen Anlagen wie den DREWAG-Kraftwerken zum Einsatz.
KWK-Anlagen gibt es für jeden Bedarf
Kompaktere Anlagen mit KWK sind die so genannten Blockheizkraftwerke (BHKW). Sie sind wesentlich kleiner als zentrale Großheizkraftwerke und können ganze Wohngebiete, Gewerbeparks oder Industrieanlagen mit Strom und Wärme versorgen. Der produzierte Strom wird direkt vor Ort verbraucht oder in das Stromnetz eingespeist. Die kleinsten KWK-Anlagen sind nicht größer als ein Kühlschrank und passen bequem in jeden Heizungskeller: die Mini-Blockheizkraftwerke. Sie können kleinere Immobilien wie Einfamilienhäuser mit Strom und Wärme versorgen.
Die individuelle Energieversorung mit einem Mini-BHKW hat allerdings ihren Preis: Eine gemeinschaftliche Versorgung durch zentral gelegene Blockheizkraftwerke und ein angebundenes Nahwärmenetz ist für Verbraucher in der Regel günstiger. Die DREWAG unterhält daher bereits heute drei Blockheizkraftwerke und versorgt ihre Wärmekunden auch über Nahwärmenetze.
KWK-Technik ist effizient und innovativ
Ganz gleich ob große, mittlere oder kleinere KWK-Anlagen: Durch die nahe Produktion kommt mehr der erzeugten Energie beim Verbraucher an. Die genutzten Technologien sind facettenreich – vom Verbrennungsmotor bis zur Gasturbine. Und die Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen. Neue Technologien wie Brennstoffzelle oder Stirlingmotor stehen kurz vor der Markteinführung und werden KWK-Anlagen noch effizienter machen. Zudem kann KWK mit regenerativen Energien zu einer der effizientesten und umweltschonendsten Technologie kombiniert werden.
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